Sektion Unfallchirurgie

Oberarmkopfbruch

(Humeruskopffraktur)

Ein Sturz auf die Schulter kann zu einem Bruch des Oberarmkopfes führen. Bei älteren Menschen kann bereits eine geringe Krafteinwirkung aufgrund eines geschwächten Knochens ausreichen, um den Knochen zu brechen.

Symptome

Wenn der Oberarmkopf gebrochen ist, treten Schmerzen vor allem bei Bewegung der Schulter auf. Das Gelenk kann geschwollen und ein Bluterguss kann sichtbar sein. Auch eine Fehlstellung kann schon von außen sichtbar sein. Sollte der Verdacht bestehen, dass Sie sich den Oberarmkopf gebrochen haben, fertigen wir drei Röntgenaufnahmen an.

Behandlung

Die Brüche können unverschoben und stabil sein. Dann können sie mit einer kurzfristigen Ruhigstellung behandelt werden.

Häufig ist der Knochenbruch verschoben.  Dann wird der Knochen eingerichtet und stabilisiert. Abhängig von dem Knochenbruch verwenden wir Nägel oder winkelstabile Platte.

Nur wenn die Gelenkflächen des Schultergelenkes unwiderruflich zerstört sind oder die Durchblutung des Oberarmkopfes stark beeinträchtigt ist, wird ein künstliches Schultergelenk eingesetzt.

Zur Planung des Vorgehens wird vor der Operation eine Computertomographie der Schulter durchgeführt.

Nach der Operation darf das Schultergelenk für sechs Wochen nicht belastet werden. Krankengymnastische Übungen können sofort begonnen werden. Die Dauer einer Krankschreibung (Arbeitsunfähigkeit) ist abhängig von dem jeweiligen Beruf. Bis der Knochenbruch geheilt ist, dauert es üblicherweise sechs Wochen. Danach darf das Schultergelenk wieder belastet werden.

Eine Metallentfernung ist in den meisten Fällen nicht notwendig.

Ansprechpartner

Sekretariat
Eva Estner
Telefon:
+49 (0)89 1797-2535
Telefax: +49 (0)89 1797-2505
E-Mail: eva.estner@barmherzige-muenchen.de


Kontakt / Sprechstunden / Ambulanz