Der Eingriff

Vor und nach der Operation sollten Sie auf ein paar Dinge achten.
Stellen Sie Fragen, wenn Sie Informationsbedarf haben!

Vor dem Eingriff
Sollte ein akuter Infekt, etwa eine Erkältung, vorliegen, sprechen Sie mit dem Operateur. In vielen Fällen ist es sinnvoll, den Eingriff zu verschieben und zu warten, bis der Infekt abgeklungen ist. Durch solch einen Infekt kann sich das Risiko von Operation und Narkose erhöhen.

Nach dem Eingriff
Bevor Sie nach der Operation nach Hause dürfen, müssen Sie, je nach Eingriff, noch einige Zeit in der Klinik bleiben. Nutzen Sie die Abschlussuntersuchung für einige Fragen:

  • Was wurde genau gemacht? Gab es Besonderheiten?
  • Was müssen Sie speziell in den ersten Tagen und Nächten beachten?
  • Gegebenenfalls erhalten Sie Medikamente für zu Hause, zum Beispiel gegen Schmerzen. Wann müssen Sie diese einnehmen?
  • Haben Sie alle Unterlagen, z. B. die Entlassungspapiere, für den weiter betreuenden Arzt?
  • Wann sollen Sie sich bei wem (Haus-, Facharzt und/oder Operateur) erneut vorstellen?

Untersuchungsbefunde, die Sie bereits im Vorfeld mitgebracht haben, bekommen Sie nach dem Eingriff meist wieder ausgehändigt. Niemand kann im Vorfeld genau sagen, ob bei einer Operation etwas Unerwartetes passiert. So kann es in Ausnahmefällen notwendig sein, dass Sie nach dem Eingriff doch nicht wie geplant nach Hause entlassen werden. Treten einmal zu Hause Komplikationen auf, können Sie uns über unseren Dienst rund um die Uhr erreichen (Notfallambulanz).

Anästhesie - Betäubung und Narkose

Während der ambulanten Operation wird der Patient örtlich betäubt oder in Vollnarkose versetzt - genau wie bei einem stationären Eingriff. Dazu wird bei der lokalen und regionalen Anästhesie nur das Operationsgebiet betäubt, wogegen Sie bei der Vollnarkose „schlafen“. Die moderne Anästhesie ermöglicht heute immer schonendere Narkosen und verbesserte Schmerzfreiheit. Als Patient können Sie den medizinischen Fortschritt nutzen und schon bald nach der Operation wieder nach Hause.

Bei kleineren ambulanten Eingriffen wird die örtliche Betäubung durch den Operateur durchgeführt, bei größeren Operationen ist zusätzlich ein Anästhesist anwesend. Der Narkosearzt ist darauf spezialisiert, Patienten zu betäuben und zu narkotisieren. Er wendet hierzu die verschiedenen Formen der Lokal- und Regionalanästhesie an oder er versetzt den Patienten in Vollnarkose. Während der Operation reguliert er dann die Narkosetiefe und überwacht die Beatmung sowie die Herz-Kreislauf-Funktionen des Patienten.

Wieder zu Hause

Auch wenn sich die meisten Patienten zu Hause am besten erholen, ist es wichtig, die medizinische Betreuung sicherzustellen und schwere körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Nachfolgend einige Dinge, die Sie beachten sollten:
Die Kontrolle und Nachbehandlung erfolgt entweder durch den Hausarzt, Facharzt oder Operateur. Dazu gehört, regelmäßig Verbände zu wechseln und die Wunde(n) zu kontrollieren, gegebenenfalls zu reinigen. Bezüglich der Pflege und Versorgung in den eigenen vier Wänden haben Sie freie Hand. Es muss allerdings sichergestellt sein, dass Sie 24 Stunden nach der Operation von einer erwachsenen Vertrauensperson betreut werden.

Nicht vergessen!

Checkliste Nachuntersuchung

Denken Sie daran, Ihre Entlassungspapiere (Arztbrief, Operationsbericht) mitzunehmen. Klären Sie bitte folgende Fragen mit Ihrem Operateur bzw. behandelnden Arzt:

  • Müssen Sie zu weiteren Nachkontrollen? Und wenn ja, wann und in welchen Zeitabständen?
  • Wurden neue Medikamente verordnet? Brauchen Sie ein Rezept?
  • Sind weitere Behandlungsmaßnahmen (Verbandsmaterial, Krankengymnastik, Heilmittel und so weiter) notwendig?
  • Wann müssen die Fäden, wenn vorhanden, gezogen werden? Und durch wen?
  • Wie sollen Sie die Narbe(n) pflegen?
  • Wann dürfen Sie wieder duschen oder baden?
  • Wann dürfen Sie die Narben der Sonnenstrahlung aussetzen?
  • Wann sind Sie wieder arbeitsfähig?
  • Brauchen Sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?
  • Wann dürfen Sie wieder Sport treiben?