Kunst im Krankenhaus

(05.11.2021)

EIN ANDERES LEBEN - Abstrakte und Porträtmalerei von Rudi Schweizer, Mittwoch, 10. November 2021, 17:30 Uhr, Krankenhaus Barmherzige Brüder München im Gang zwischen Kirche und Palliativstation, Romanstraße 93, 80639 München

Begrüßung: Dr. Nadine Schmid-Pogarell, Geschäftsführerin Krankenhaus Barmherzige Brüder
Musik: Alexander Kugler
Ausstellungsdauer: 10. November 2021 - 21. März 2022

München, 5. November 2021. Rudi Schweizer bot dem Krankenhaus Barmherzige Brüder München seine Bilder für eine Ausstellung an, als er gerade als Patient der Palliativstation entlassen wurde. Ein Angebot, das wir sehr gerne annahmen. Leider war er wenige Tage später wieder auf der Palliativstation, aber die Ausstellung und Vernissage wollte er auf jeden Fall planen und organisieren, trotz der Möglichkeit, dass er sie vielleicht nicht mehr selbst erleben würde. Die Aussicht, eine erste eigene Ausstellung mit seinen Gemälden zu entwerfen, gab Rudi Schweizer zunächst Kraft, auch lenkte es ihn zeitweise von seinen Schmerzen ab. Aber den Kampf gegen seine schwere Krankheit hat er am 26. Oktober 2021 dann doch verloren. Bevor er starb, nahm er seiner Frau das Versprechen ab, seine Ausstellung auf jeden Fall stattfinden zu lassen. Ein Versprechen, welches das Krankenhaus Barmherzige Brüder selbstverständlich gerne für Frau Schweizer einhält.

In seinem Berufsleben betrieb Rudi Schweizer ein Zahntechniklabor, aber seine Liebe galt immer dem kreativen Schaffen, sei es der Musik, vor allem, der Malerei, erst später, oder der Schriftstellerei, nebenbei. In der künstlerischen Gestaltung war er Autodidakt, wenn er sich jedoch einer Sache widmete, dann ganz und gar, er beschäftigte sich mit ihr in allen Facetten. So gehörte für ihn zum Gitarrespielen auch dazu, selbst Gitarren zu bauen. Er malte nicht viele Bilder in seinem Leben, aber diese, besonders die Porträts, mit enormer Ausdruckskraft.

Kunst im Krankenhaus zu integrieren, entspricht einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheitsversorgung. Geschäftsführerin Dr. Nadine Schmid-Pogarell sagt dazu: „Wir sind davon überzeugt, dass die Beschäftigung mit Kunst in jeglicher Form eine positive Wirkung auf Patienten, Mitarbeitende und Besucher hat. Kunst kann zwar nicht direkt heilen, aber der Heilungsprozess wird möglicherweise positiv beeinflusst. Oder sie kann, wie bei Rudi Schweizer, die unheilbare, schwere Krankheit für einen Moment erträglicher machen. In jedem Fall schafft die Betrachtung und das Erleben von Kunst einen Raum für Begegnungen zwischen Patienten, Besuchern und Mitarbeitenden. Es war Rudi Schweizers letzter Wunsch, seine Bilder einmal auszustellen zu können und damit anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Wir erfüllen diesen Wunsch sehr gerne.“

Hygienehinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie gilt beim Besuch der Vernissage die 2-G-Regel. Das Tragen eines Mund- und Nase-Schutzes ist obligatorisch sowie das Einhalten der Abstandsregeln von mindestens 1,5 m und die Händedesinfektion. Die Vernissage darf nicht besuchen, wer sich in den letzten 14 Tagen in einem nach dem RKI definierten Risikogebiet aufgehalten hat, in den letzten 14 Tagen Kontakt zu COVID-19-Fällen hatte, sich krank fühlt oder bei dem Anzeichen folgender Symptome bestehen: trockener Husten mit und ohne Fieber, Durchfall, Abgeschlagenheit, Atemprobleme, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Geschmacks- und Geruchlosigkeit.