Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Schultergelenkinstabilität

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Diese große Beweglichkeit bedeutet aber auch, dass eine höhere Gefahr des “Auskugelns” (Luxation) besteht. Dabei springt der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne. Zu einem Auskugeln des Schultergelenks kommt es häufig durch eine Gewalteinwirkung (zum Beispiel beim Sport) beim Abspreizen und gleichzeitigem Außendrehen des Armes. In den allermeisten Fällen wird bei der Luxation die für die Stabilität wichtige Gelenklippe verletzt oder es entstehen Risse der schulterumgreifenden Muskelsehnen. Eine Schulterluxation geht meist mit starken Schmerzen einher, der betroffene Arm wird mit der Hand der Gegenseite gestützt.

Diagnose

Bereits bei der Betrachtung fällt die veränderte Form der Schulteroberfläche im Vergleich zur gesunden Seite auf. Die Erfragung, zum Beispiel des Unfallherganges oder früherer Luxationsereignisse, sowie die genaue körperliche Untersuchung geben häufig einen Hinweis auf das Vorliegen einer instabilen Schulter und ermöglichen eine Einschätzung des Risikos für ein erneutes Auskugeln des Schultergelenkes.

Die weitere Diagnostik erfolgt mittels Röntgen und Kernspintomografie zum Ausschluss von knöchernen Verletzungen und zur Darstellung von Begleitschäden am Gelenk.  

Behandlung

Eine luxierte Schulter sollte möglichst schnell vom Arzt eingerenkt werden. Besonders bei jungen und sportlich aktiven Patienten besteht ein hohes Risiko, in der Folge ein dauerhaft instabiles Schultergelenk zu entwickeln. Dann empfehlen wir in der Regel eine arthroskopische Stabilisierungsoperation. Beim älteren Patienten kann versucht werden, das Gelenk durch vorübergehende Ruhigstellung und anschließendes Muskeltraining zu stabilisieren, sofern eine Verletzung der Sehnen ausgeschlossen wurde.

Stabilisierungsoperationen werden größtenteils minimalinvasiv durchgeführt. Die abgerissene Gelenklippe wird mittels spezieller Implantate wieder an der ursprünglichen Stelle befestigt. Nach der Operation bedarf es einer Phase der Ausheilung und Ruhigstellung. Krankengymnastik und Eigenübungen sind jedoch auch schon in dieser Phase für einen optimalen Heilungserfolg notwendig. Etwa sechs Wochen nach der Operation sollte mit einem speziellen Training zur Kräftigung und Koordinationsschulung der Schultermuskulatur begonnen werden.

Unsere Spezialisten für Schulterorthopädie

Zur Vorstellung von Patienten mit Schulterverletzungen haben wir spezielle Sprechstunden eingerichtet, die von Departmentleiter Dr. Felix Schneider und seinem Stellvertreter Oberarzt Dr. Uwe Glatzmaier durchgeführt werden.


Eine telefonische Terminvereinbarung zu unseren Sprechstunden ist erforderlich:

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