Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Hüftkopfkappen und Kurzschaftprothesen

Wir implantieren keine Hüftkopfkappen (= Kappenprothesen).
Bei den Kappenprothesen wird eine künstliche Pfanne implantiert und am Hüftkopf wird nur die Oberfläche mit einer künstlichen Kappe versorgt, was den übrigen Knochen des Oberschenkels unberührt lässt. Dem Vorteil dieses für den Oberschenkelknochen schonendem Vorgehen stehen aus unserer Sicht im Vergleich zu den Standardprothesen jedoch mehrere Nachteile gegenüber: Die Rate der Frühkomplikationen, insbesondere durch Schenkelhalsbrüche, ist etwa dreimal größer.

Bei der Operation können Standardprothesen schonender für die Weichteile eingebaut werden. Grundsätzliche Probleme mit der bei den Kappen verwendeten Metall-Metall-Gleitpaarung sind aus unserer Sicht noch nicht ausreichend gelöst. Mögliche Durchblutungsstörungen im Schenkelhals und eine noch ungenügende Datenlage lassen die Langzeitergebnisse als fraglich erscheinen.

Wir implantieren Kurzschaftprothesen nur im Ausnahmefall bei speziellen Knochengeometrien. Bei den Kurzschaftprothesen gibt es nur sehr wenige Langzeitergebnisse und diese Daten sind nur an wenigen Patienten gewonnen, während es bei den Standardprothesen ausgezeichnete Langzeitergebnisse bei hunderttausenden von Patienten gibt. Der theoretische Nutzen von Kurzschaftprothesen erscheint uns im Vergleich zur noch ungesicherten Langzeitprognose zu gering.

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