Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Hüftgelenksarthroskopie

Die Hüftgelenksarthroskopie ist ein vergleichsweise neues Verfahren. Sie wird vor allem für die Behandlung von Vorstufen und frühen Phasen der Hüftgelenksarthrose eingesetzt. Daneben können Weichteilerkrankungen wie Risse des „Labrum acetabulare“ (Gelenklippe) und des zentralen Hüftgelenkbandes oder auch Wucherungen der Gelenkinnenhaut behandelt werden.

Dazu werden über zwei bis drei je ca. 1,5 cm große Schnitte eine Optik und kleine Operationsinstrumente in das Hüftgelenk eingebracht. So können z. B. Knochenvorsprünge abgeschliffen sowie verletzte Weichteile genäht oder zum Teil entfernt werden.

Bei diesen Gelenkspiegelungen sind die Patienten etwa vier Tage im Krankenhaus. Meist ist anschließend eine frühfunktionelle Behandlung möglich, das heißt, die Patienten können nach eigenem Gefühl – rasch zunehmend – das Hüftgelenk voll belasten und schnell in ihr normales Leben zurückkehren.

Dem femoroacetabulären Impingement (Anstoßen des Gelenkkopfes am Gelenkpfannenrand, mit der Folge eines beginnenden Gelenkschadens) wird dabei eine zunehmende Bedeutung als Ursache einer Hüftarthrose im jungen Erwachsenenalter zugesprochen. Nicht selten sind die betroffenen Patienten deutlich jünger als 40 Jahre alt. Insbesondere bei vorwiegend den Oberschenkel betreffender Fehlform finden sich nicht selten männliche Patienten im Alter zwischen 20 und 25 Jahren.

Im Röntgenbild können beginnende Abnützungserscheinungen des Hüftgelenkes bei sportlich aktiven Patienten frühzeitiger symptomatisch werden.

Solange die sekundären Veränderungen wie Knorpelschäden und Gelenkdezentrierung nicht zu weit fortgeschritten sind, gilt der Grundsatz, das Hüftgelenk solange als möglich zu erhalten.

Impingement (Anstoßen des Hüftkopfes an den Gelenkpfannenrand):

Ausgewählte Indikationen zur Hüftarthroskopie:

  • femoroacetabuläres Impingement (s.o.)
  • beginnende Hüftgelenksarthrose
  • freie Gelenkkörper
  • Verletzungen des Labrum acetabulare (Gelenklippe)
  • Verletzung des Ligametum capitis femoris (Kopfband)
  • Erkrankungen der Gelenkschleimhaut

Erweiterung der therapeutischen Maßnahmen:

  • Maßnahmen zur Ersatzknorpelbildung
  • ausgedehnte Gelenkschleimhautentfernung
  • Resektion des Ligamentum capitis femoris (Kopfbandes)
  • Spaltung der Gelenkkapsel
  • Rekonturierende (formgebende) Operationen am Femurkopf-Schenkelhalsübergang

Nach Durchführung einer Hüftgelenksarthroskopie bestehen nur geringe Einschränkungen und eine Mobilisation unter Vollbelastung ist meist nach kurzer Zeit möglich.

Sport und Maximalbelastungen sollten, je nach Eingriff, für die ersten zwei Wochen vermieden werden. Unterarmgehstützen können in dieser Phase hilfreich sein.

Die krankengymnastische Behandlung verhindert Bewegungseinschränkungen nach dem Eingriff.

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