Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Arthrose / künstliches Hüftgelenk (Endoprothese)

Der Einbau eines künstlichen Hüftgelenkes gilt als Operation des 20. Jahrhunderts oder auch als eines der erfolgreichsten Operationsverfahren überhaupt. Die Implantation eines künstlichen Gelenkes (Endoprothese) ist zwar eine Art Routine-Eingriff geworden, der aber dennoch Spezialisierung und hoher Erfahrung des Operateurs und der Klinik bedarf. Wir am Krankenhaus Barmherzige Brüder gehören zu den Kliniken in Deutschland, die diese Operationen am häufigsten durchführen. Seit mittlerweile Jahrzehnten wenden wir muskelschonende Operationstechniken sowie modernste Schmerz- und Nachbehandlungskonzepte an und verwenden an die individuell vorliegende Situation angepasste Prothesen. Dies hat die Regeneration wesentlich beschleunigt. Das betrifft sowohl den Rückgang von Schmerz und Schwellung als auch die Optimierung von Beweglichkeit und Belastbarkeit.

Bei einer künstlichen Hüfte müssen der erkrankte Hüftkopf und die Hüftpfanne ersetzt werden. Dies geschieht über einen Hüftschaft, eine Hüftpfanne und als sogennante "Gleitpaarung" einen auf dem Schaftende sitzenden Hüftkopf, der in einer innenpfanne (Inlay) gleitet. Pfanne und Schaft können je nach Knochenqualität mit oder ohne Zement verankert werden. Die Längen, Formen und Größen werden individuell angepasst.

Bei den minimalinvasiven Techniken ist der Operationsschnitt relativ kurz und es werden keine Muskeln mehr abgelöst oder durchtrennt. Dies hat die Rehabilitation wesentlich beschleunigt. Die Patienten dürfen in der Regel das operierte Bein gleich nach der Operation wieder voll belasten.

Bei der Implantation einer Hüftgelenksendoprothese wird der erkrankte Hüftkopf mitsamt dem Schenkelhals enfernt, die Arthrosezone an der Pfanne reseziert und anschließend das neue Kunstgelenk implantiert. Dieses besteht aus einer Titanpfanne mit einem neuen künstlichen Knorpel aus Polyethylen und einem Schaft, welcher sich im Oberschenkelknochen verankert. Auf diesem befindet sich ein Keramikkopf, welcher mit dem Polyethylen in der Pfanne die neue Gleitfläche des Gelenkes darstellt. Je nach Alter und Knochenqualität erfolgt die Verankerung individuell nach Patient zementiert oder zementfrei.

Die Operation dauert meist weniger als eine Stunde. Sie kann entweder in Vollnarkose oder auch in einer Regionalanästhesie stattfinden. Die Schmerzen nach der Operation sind meistens relativ gering und können mit Schmerzmitteln gut beherrscht werden. Die krankengymnastische Übungsbehandlung beginnt am Tag der Operation. Fast immer darf der Patient das operierte Bein sofort nach der Operation schmerzorientiert voll belasten.

Die Patienten können die Klinik verlassen, wenn die Operationswunde reizlos abgeheilt und der Patient selbstständig gut und sicher mobil ist. Dies ist bei den weitaus meisten Patienten zwischen dem dritten und fünften Tag nach der Operation der Fall.

Nach dem stationären Aufenthalt werden die Patienten entweder für zwei bis drei Wochen in eine stationäre Anschlussheilbehandlung („Reha“) verlegt oder die Rehabilitation erfolgt in einem ambulanten Rehazentrum bzw. bei niedergelassenen Krankengymnasten. Wie lange der Patient im Krankenhaus bleibt und in welcher Form die weitere Rehabilitation durchgeführt wird, wird individuell gemeinsam mit dem Patienten entschieden.

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