Klinik für Intensivmedizin

Angehörige jederzeit willkommen

(07.11.2016)

Die Klinik für Intensivmedizin des Krankenhauses Barmherzige Brüder München erhält von der Stiftung Pflege e.V. das Zertifikat „Angehörigenfreundliche Intensivstation".

Wie wichtig es ist, im Krankheitsfall, besonders bei einer schweren Erkrankung, einen vertrauten Menschen an seiner Seite zu haben, weiß jeder, der schon einmal in dieser Situation war. Angehörige und Menschen, die man gut kennt und die einem wichtig sind, in der Nähe zu wissen, spielen bei Intensivpatienten eine bedeutende Rolle, es kann sogar zur Genesung beitragen. Daher gelten schon seit vielen Jahren auf der Intensivstation des Krankenhauses Barmherzige Brüder für Angehörige flexible Besuchszeiten.  

Dr. Franz Brettner, Chefarzt der Klinik für Intensivmedizin, und Karin Bültmann, pflegerische Leiterin der Station, sind sich einig, dass „Intensivpatienten ihre Angehörige in ihrer Nähe brauchen und sie sollten deren Unterstützung so oft es geht in Anspruch nehmen können." „Daher gehört es schon lange zu unserem Behandlungskonzept, Angehörige in die Pflege des Intensivpatienten mit einzubeziehen", so Dr. Brettner, und Stationsleiterin Bültmann ergänzt: „Für die Pflege und Behandlung eines Intensivpatienten ist es wichtig, ihn näher kennenzulernen und über seine besonderen Lebensgewohnheiten Bescheid zu wissen. Die aktive Einbeziehung Angehöriger ist eine wichtige Hilfe, um die Patienten einfühlsam betreuen und besonders, ihnen Geborgenheit vermitteln zu können. Angehörige sind bei uns jederzeit willkommen."

Dieses Behandlungskonzept wurde nun mit dem Zertifikat „Angehörigenfreundliche Intensivstation" von der Stiftung Pflege e.V. ausgezeichnet, worüber sich nicht nur das Team der Intensivstation sehr freut. In dem Begleitschreiben der Stiftung Pflege heißt es, dass die Intensivstation des Krankenhauses Barmherzige Brüder München hier mit gutem Beispiel voran geht, denn „Sie heißen auf Ihrer Intensivstation die Angehörigen jederzeit willkommen - eine Grundvoraussetzung dafür, den Angehörigen als Teil des therapeutischen Konzeptes für den Intensivpatienten zu integrieren. Der Angehörige (…) leistet emotionalen Beistand und er gibt dem Patienten das wichtige Gefühl, dass sich jemand „kümmert". Das ‚Kümmern' wird durch ‚Da-Sein' vermittelt. ‚Da-Sein' ermöglicht Berührungen, Anteilnahme, am Alltag teilhaben lassen und auch ganz praktische Hilfen. Die Voraussetzung für das ‚Da-Sein' haben Sie auf Ihrer Intensivstation durch die uneingeschränkte Öffnung für den Angehörigen geschaffen – das bestätigen wir gerne mit diesem Zertifikat - denn Engagement für mehr Menschlichkeit gehört gewürdigt."

Durch persönliche Gespräche und eine eigens erstellte Informationsbroschüre werden Besucher und Angehörige mit den Abläufen und Gegebenheiten auf der Intensivstation vorab vertraut gemacht, denn dem Intensivteam ist bewusst, wie belastend und fremd ein erster Besuch bei einem Patienten auf der Intensivstation sein kann. Die Betreuung der Angehörigen selbst sowie ihre Einbeziehung in die Pflege gehört schon seit langem zum Behandlungskonzept der Klinik für Intensivmedizin.