Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Sodbrennen / Reflux / Anti-Reflux-Chirurgie / Zwerchfellhernie (Zwerchfellbruch)

Wird der komplizierte Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen gestört, läuft Magensäure in die Speiseröhre, was zu ausgeprägten Schmerzen und Druckgefühl führen kann (gastro-oesophageale Refluxkrankheit).

Dies geschieht z. B. durch Zwerchfellhernien (Zwerchfellbruch), bei denen sich Teile der Bauchorgane durch, zumeist angeborene, Schwachstellen des Zwerchfells in den Brustkorb verlagern. Es gibt verschiedene angeborene Schwachstellen, die sch im Verlauf des Lebens erweitern können, so dass es zum Durchtritt von Bauchorganen kommt.

Die häufigste Zwerchfellhernie ist die sogenannte Hiatushernie, bei der sich Anteile des Magens, manchmal sogar der gesamte Magen, durch die Durchtrittsöffnung des Zwerchfells für die Speiseröhre nach oben in den Brustkorb verlagern. Zusätzlich besteht die Gefahr einer Einklemmung des Magens in der Bruchlücke mit folgender Durchblutungsstörung.

Diagnose

Die Diagnose wird gesichert durch Röntgenuntersuchung, Magenspiegelung und gegebenenfalls Messung der Säurewerte in der Speiseröhre. Diese Untersuchungen können meist ambulant erfolgen. Sie sind wichtig, damit vor einer Operation andere Ursachen der Schmerzen ausgeschlossen werden können.

Behandlung

Zwerchfellhernien ohne Beschwerden müssen zunächst nicht behandelt werden. Wenn Schmerzen auftreten, wird man zunächst säureblockierende Medikamente verordnen. Hat sich der Magen ganz oder teilweise in den Brustkorb verlagert oder bilden sich die Beschwerden nach mehrmonatiger medikamentöser Therapie nicht zurück, muss operiert werden.

Bei einer Operation wird der Magen in die Bauchhöhle zurückverlegt. In einigen Fällen wird aus einem Teil des Magens eine „Manschette“ um die Speiseröhre gebildet, um den Säurerückfluss zu hemmen (Fundoplikatio-OP). Dann wird die Bruchlücke durch Nähte oder, je nach Größe, durch ein Kunststoffnetz verkleinert.

In unserer Klinik wird dieser Eingriff zumeist laparoskopisch (minimalinvasives Operieren) durchgeführt.
Nach der Operation müssen Patienten meistens zwischen vier und sieben Tage in stationärer Behandlung bleiben.

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Ansprechpartner

Sekretariat
Dagmar Kluge
Susanne Lentner
Tel. +49 (0)89 1797-2302
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