Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Schilddrüsenknoten

Bei Erkrankungen der Schilddrüse ist häufig eine Operation notwendig. Der größte Anteil der Erkrankungen entfällt dabei auf die Knotenstruma („Kropf“). Hierbei kommt es meist in Folge eines Jodmangels in der Nahrung zu knotigen Veränderungen im Schilddrüsengewebe. Da diese im Verlauf normalerweise größer werden, können sie zu einem Druck- oder Kloßgefühl im Hals führen. Es werden zwei Formen von Knoten unterschieden und zwar „heiße“ und „kalte“ Knoten.

Behandlung

Der „heiße“ Knoten (Autonomes Adenom) kann selbstständig und unkontrolliert Schilddrüsenhormon produzieren und damit zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen. Dieser sollte nur bei Versagen/Nicht-Durchführbarkeit einer konservativen (d. h. nicht-operativen) Therapie durch eine Operation entfernt werden.

Der „kalte“ Knoten ist der gefährlichere, da sich dieser in einen Schilddrüsenkrebs umwandeln oder auch schon Krebszellen enthalten kann. Wir raten unseren Patienten bei „kalten“ Knoten immer zur Operation, da ausschließlich durch die Entfernung des Knotens Sicherheit gewährleistet ist. Dabei wird so wenig Gewebe wie möglich, aber so viel Gewebe wie erforderlich entfernt. Dies kann auch die komplette Entfernung der Schilddrüse notwendig machen.

Das gleiche Vorgehen wird bei der Schilddrüsenautonomie (disseminierten Autonomie) angewandt, einer Verselbstständigung von Teilen des Schilddrüsengewebes, die bewirkt, dass die Produktion von Schilddrüsenhormonen nicht bedarfsgerecht stattfindet.

Risiken

Da die Schilddrüse ein sehr gut durchblutetes Organ ist, kann es in sehr seltenen Fällen innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden zu einer Nachblutung kommen. Manchmal ist es sogar erforderlich, die Blutung durch eine weitere Operation zu stillen.

Damit es nach der Operation nicht zu Stimmfunktionseinschränkungen kommt, wird während der Operation auf die vorsichtige Darstellung und Schonung der Stimmbandnerven geachtet. In allen Fällen kommt das sogenannte Neuromonitoring zum Einsatz. Die Rate an bleibenden Schäden an den Stimmbandnerven liegt bei erfahrenen Chirurgen unter einem Prozent. Vor und auch nach der Operation sollten Sie die Stimmbandfunktion durch Ihren HNO-Arzt überprüfen lassen.

Wir führen die Operation standardmäßig konventionell, das heißt nicht endoskopisch, durch. Normalerweise können Sie bei einer Schilddrüsenoperation unser Krankenhaus nach zwei bis drei Tagen wieder verlassen. Nach einer Schilddrüsenoperation ist, abhängig vom noch funktionierenden Restgewebe der Schilddrüse, meistens eine lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormon notwendig. Diese ist bei richtiger Dosierung weitgehend frei von Nebenwirkungen, es kann jedoch einige Zeit dauern, bis man die richtige Dosierung findet.

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