Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Nebenschilddrüse - Hyperparathyreoidismus

Hinter der Schilddrüse liegen die (üblicherweise vier) Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen), die für den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel verantwortlich sind. Bei einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen spricht man von einem Hyperparathyreoidismus.

Eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen ist entweder angeboren (primärer Hyperparathyreoidismus) oder tritt im Rahmen einer Niereninsuffzienz auf (sekundärer Hyperparathyreoidismus). Bei beiden Formen liegt ein deutlich erhöhter Calciumspiegel im Blut vor.

Symptome

Die Krankheit präsentiert sich im fortgeschrittenen Stadium in der Regel durch Nierensteine, Knochenschmerzen und/oder Magenbeschwerden.

Behandlung

Bei der primären Verlaufsform liegt in über zwei Drittel der Fälle ein Nebenschilddrüsenadenom (= eine gutartige, hormonproduzierende Geschwulst) vor. In diesen Fällen sollte eine operative Entfernung erfolgen. Hier ist, wie auch bei einer Operation der Schilddrüse, eine sorgfältige Operationstechnik notwendig, damit es nach der Operation nicht zu Kalziumstoffwechselstörungen kommt. Ein seltener (ca. fünf Prozent), in aller Regel vorübergehender, Kalziummangel ist durch die Gabe von Calcium-Brausetabletten und Vitamin-D-Präparaten gut behandelbar. Diese Therapie kann meist nach zwei bis vier Wochen beendet werden.

Wir führen die Operation standardmäßig konventionell, das heißt nicht endoskopisch, durch.
Normalerweise können Sie nach einer Nebenschilddrüsenoperation unser Krankenhaus nach zwei bis drei Tagen wieder verlassen.

Noch Fragen?
Vereinbaren Sie gerne einen Termin für unsere Sprechstunde zu einem persönlichen Beratungsgespräch.

Ansprechpartner

Sekretariat
Dagmar Kluge
Susanne Lentner
Tel. +49 (0)89 1797-2302
Fax +49 (0)89 1797-905051
E-Mail: chi@barmherzige-muenchen.de


Kontakt / Sprechstunden / Ambulanz