Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dickdarmkrebs - Kolonkarzinom

Der Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) entwickelt sich in aller Regel aus Adenomen (=gutartiger Tumor) der Darmschleimhaut heraus, deren Vorläufer die Polypen darstellen. Das Kolonkarzinom gehört zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen in Deutschland.

Dickdarmkrebs kann auch mit einer familiären Häufung auftreten. Als Ursache dafür kann eine erbliche Veranlagung vorliegen, die durch genetische Veränderungen hervorgerufen wird. Sollten direkte Verwandte (Eltern, Geschwister) an Darmkrebs erkrankt sein, wird dringend die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung mittels Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr (bzw. ab Erreichen des Alters, das zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des Verwandten liegt) empfohlen.

Diagnose

Bei der Diagnose unterscheidet man diese Tumoren hinsichtlich ihrer Ausdehnung und des Vorliegens von Absiedlungen in Lymphknoten oder anderen Organen. Von dieser Ausbreitung wird die weitere Therapie wesentlich beeinflusst. Darum ist eine genaue Durchuntersuchung (Staging) vor der Behandlungsplanung wichtig.

Eine neu aufgetretene Tumorerkrankung ist ein einschneidendes Ereignis, bei dem wir unseren Patienten mit all unseren Möglichkeiten zur Seite stehen. Wir bieten im Rahmen des Darmkrebszentrums eine intensive Behandlung mit psychoonkologischer Betreuung und ernährungsmedizinischer Unterstützung an.

Behandlung

Grundlegendes Ziel der Therapie ist immer die vollständige Entfernung des bösartigen Gewebes. Während sehr frühe Tumorstadien, die auf die Darmschleimhaut beschränkt sind, durch eine endoskopische Abtragung sicher behandelt werden können, muss bei fortgeschritteneren Stadien eine operative Entfernung des betroffenen Darmabschnitts mitsamt seinen Blut- und Lymphgefäßen durchgeführt werden. Dies ist notwendig, weil der Dickdarmkrebs sowohl über die Blut- als auch die Lymphbahn im Körper streuen und dadurch Tochtergeschwülste in anderen Organen (Leber, Lunge, Bauchfell) verursachen kann. Bei Befall der Lymphknoten sind meist Zusatzbehandlungen (Chemotherapie) nach der Operation sinnvoll. Durch diesen Therapieansatz konnte in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung der Behandlungsergebnisse beim Darmkrebs erzielt werden. Damit wir unseren Patienten eine optimale Behandlung anbieten können, besteht am Krankenhaus Barmherzige Brüder München seit einigen Jahren ein zertifiziertes Darmkrebszentrum, welches sich interdisziplinär mit Diagnostik und Therapie der bösartigen Erkrankungen von Dick- und Enddarm befasst. Jeder Fall wird immer gemeinsam im Team besprochen und dann die jeweilig beste Therapie empfohlen.

Operation
Der Eingriff erfolgt an unserer Klinik zumeist minimalinvasiv. Die Vorteile der minimalinvasiven Chirurgie für den Patienten, im Vergleich zur offen chirurgischen Methode, sind die Reduktion des Traumas beim Zugang und bei der Operation, kleine Narben (Kosmetik), weniger postoperative Schmerzen, geringere Beeinträchtigung des Immunsystems, schnellere Erholung der Magen- und Darmfunktion sowie damit einhergehend kürzere Krankenhausaufenthalte. Es gibt jedoch Gründe, weshalb dieses Vorgehen nicht durchführbar sein kann; dazu gehören Art und Ausdehnung des Tumors und Voroperationen oder schwere Allgemeinerkrankungen, die eine Laparoskopie nicht zulassen.

Dank der Einführung der Fast-Track-Chirurgie erholen sich Patienten deutlich schneller von einer durchgeführten Operation und können meistens schon nach fünf bis acht Tagen wieder nach Hause.

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Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Sprechstunde zu einem persönlichen Beratungsgespräch.

Ansprechpartner

Sekretariat
Dagmar Kluge
Susanne Lentner
Tel. +49 (0)89 1797-2302
Fax +49 (0)89 1797-905051
E-Mail: chi@barmherzige-muenchen.de


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