Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Pankreaskarzinom – Pankreastumoren - Bauchspeicheldrüsenkrebs - Pankreaszysten

Im Bereich der Bauchspeicheldrüse gibt es verschiedene Tumorarten. Bei zystischen Prozessen ist eine genaue Verlaufsdokumentation notwendig, um hier das weitere Wachstumsverhalten abschätzen zu können.

Diagnose & Behandlung

Bei Größenzunahme bzw. neu aufgetretenen Zysten kommen alle Methoden der Endoskopie und Sonographie zum Einsatz, die die Kollegen der Gastroenterologie durchführen, damit eine möglichst genaue Diagnose gestellt werden kann. Wichtige Anhaltspunkte dazu liefert auch die entsprechende radiologische Diagnostik (CT/MRT). In der interdisziplinären Tumorkonferenz des Darmkrebszentrums (Tumorboard) wir dann vom Expertengremium das weitere Vorgehen besprochen und entschieden, ob ein operatives Vorgehen zu empfehlen ist.

Zunächst kann eine Bauchspiegelung (Diagnostische Laparoskopie) durchgeführt werden, um den Bauchraum zu beurteilen. Da die Bauchspeicheldrüse im hinteren Bereich der Bauchhöhle liegt, hinter dem Magen und vor der Wirbelsäule, ist es jedoch oft schwierig, das gesamte Organ zu beurteilen. In diesem Fall muss dann zur weiteren Bewertung eine offene Untersuchung des Bauchraumes durch einen Bauchschnitt (Exploration) vorgenommen werden.

Bei großen Zysten der Bauchspeicheldrüse, wie sie nach einer Bauchspeicheldrüsenentzündung entstehen können, besteht die Möglichkeit, die Zyste an eine Dünndarmschlinge anzuschließen, damit sich der Zysteninhalt in den Verdauungstrakt entleeren kann.

Bei bösartigen Prozessen kann in der Exploration entschieden werden, ob in der gleichen Operation der Tumor entfernt wird. Bei Tumorsitz im sogenannten Kopfbereich (rechtsgelegen) der Bauchspeicheldrüse bedeutet dies dann eine größere Operation aufgrund der leider komplizierten Lage von Nachbarorganen (Mitentfernung von Zwölffingerdarm, Gallengang, Gallenblase und unteren Magenanteilen, OP nach Kausch-Whipple). Hier muss durch entsprechende Nähte dann die Verdauungskette wieder hergestellt werden. Bei Sitz im linken Anteil der Bauchspeicheldrüse (Schwanzbereich) ist oft eine Mitentfernung der Milz notwendig. Da im Pankreasschwanzanteil auch der Hauptteil der Insulinbildenden Zellen sitzt, kann es durch die Entfernung dieser Zellen zur Entwicklung einer Diabetes (Zuckerkrankheit) kommen. Es muss dann entsprechend Insulin verabreicht werden. Leider ist aufgrund der besonderen Lage der Bauchspeicheldrüse eine Operation nur bei niedrigen bis mittleren Stadien sinnvoll.

Aufgrund der Komplexität der Pankreaschirurgie, die sich aus der Anatomie und der Funktion des Organs als Drüse ergibt, sprechen wir im Vorfeld einer eventuell notwenigen Therapie sehr ausführlich mit Ihnen und Ihren Angehörigen. Wir versuchen, alle sich ergebenden Fragen in verständlicher Form zu beantworten.

Nach operativen Eingriffen an der Bauchspeicheldrüse ist meist ein Krankenhausaufenthalt von 14-20 Tagen notwendig.

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