Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Bauchfellmetastasen - Peritonealkarzinose

Bei einigen Tumorerkrankungen der inneren Organe, vor allem bei Magen-, Darm- und Eierstockkrebs, können sich in seltenen Fällen Absiedelungen der Tumorzellen im Bauchfell (Peritoneum) bilden. Das Bauchfell (Peritoneum) kleidet als seröse "Haut" die Bauchhöhle aus und es überzieht einen Großteil der Organe in der Bauchhöhle. Das Bauchfell beherbergt einen großen Teil der Blut-und Lymphgefäße der Bauchorgane und spielt somit insbesondere bei Tumorerkrankungen eine große Rolle. Bei entzündlichen Prozessen (z. B. Blinddarmentzündung) kann es zudem zu einer Entzündung des Bauchfells kommen (Peritonitis). Eine ausgedehnte Entzündung des Bauchfells stellt auch heutzutage noch ein lebensbedrohliches Krankheitsbild dar.

Diagnose und Behandlung

Hier reicht das Behandlungsspektrum von der operativen Entfernung einzelner Herde über Chemotherapie bis hin zu ausgedehnten Operationen in Kombination mit intraoperativer Chemotherapie (sogenannter HIPEC). Eine Peritonealkarzinose äußert sich beim Betroffenen oftmals durch darmverschlussähnliche Symptome und Auftreten von Bauchwasser (Aszites). Eine Diagnosesicherung geschieht häufig durch eine Gewebeprobenentnahme im Rahmen einer diagnostischen Bauchspiegelung (explorative Laparoskopie). Hier kann auch das Befallsmuster am sichersten beurteilt werden. Nach einer ausführlichen Diagnostik werden die Befunde immer in unserer Tumorkonferenz (Darmkrebszentrum/Tumorkonferenz) von einem interdisziplinären Gremium ausgewertet und es wird eine Therapieempfehlung ausgesprochen.

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Ansprechpartner

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Dagmar Kluge
Susanne Lentner
Tel. +49 (0)89 1797-2302
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