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Interdisziplinäres Schlaflabor - Fachambulanz für Schlafstörungen

Übersicht

 

Schlafstörungen können auf sehr unterschiedliche Weise unser Leben beeinträchtigen. Dabei ist es nicht immer die Nacht, die als gestört erlebt wird. Oft zeigen sich die Folgen von Schlafstörungen erst am Tag, wenn man sich nicht erholt, müde oder schläfrig fühlt.

Hinweise auf eine mögliche Schlafstörung sind:

  • Einschlafschwierigkeiten, wenn die Einschlaflatenz häufig länger als 30 Minuten dauert
  • Durchschlafstörungen, mit häufigem Erwachen und/oder Schwierigkeiten wieder einzuschlafen
  • Schwierigkeiten, zum gewünschten Zeitpunkt zu schlafen, z.B. frühmorgendliches Erwachen
  • Besondere Ereignisse während der Nacht, z.B. Schlafwandeln
  • Körperliche oder emotionale Störungen während der Nacht, z.B. Aufwachen mit Angst oder Atemnot
  • Lautes, unregelmäßiges Schnarchen oder Atempausen während des Schlafes 

 Aber auch:

  • Tagesmüdigkeit oder Schläfrigkeit
  • Schwierigkeiten, in monotonen Situationen konzentriert und wach zu bleiben
  • Abgeschlagenheit, Erschöpfung und fehlender Schwung
     

Schlafstörungen haben viele Ursachen

Die moderne Schlafmedizin kennt über 80 verschiedene Schlaf-Wach-Störungen. Zu den häufigsten zählen:

  • Schlafbezogene Atemstörungen
  • Schlaflosigkeit (Insomnie) aufgrund psychophysiologischer Faktoren
  • Ruhelose Beine (Restless-legs-Syndrom)
  • Periodische Bewegungen im Schlaf

Aber auch viele andere Erkrankungen können den Schlaf stören:

  • Herzerkrankungen
  • Lungenerkrankungen
  • Seelische Krankheiten
  • Neurologische Erkrankungen

     

 

Wann werden Schlafstörungen chronisch und damit behandlungsbedürftig?

Jeder kennt eine schlechte Nacht mit Schwierigkeiten ein- oder durchzuschlafen. Auch Tage, an denen man sich schlapp und müde fühlt, sind den meisten Menschen vertraut. Das ist auch ganz normal und noch kein Grund zur Sorge. Wenn die Beschwerden aber zum Dauerzustand werden, dann besteht der Verdacht, dass es sich um eine Störung handeln kann.

Wenn die Beschwerden länger als vier Wochen anhalten, sprechen wir von einer chronischen Erkrankung. Spätestens dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Oft ist dies aber schwer für die Betroffenen zu erkennen. Nicht jede Nacht ist schlecht, immer wieder gibt es Zeiten, in denen man mit dem Schlaf zufrieden ist. Schnarchen und Atempausen sind nicht immer da, sondern z.B. nur in der Rückenlage oder nach abendlichem Alkoholgenuss. Auch sogenannte unruhige Beine, ein unangenehmes Ziehen oder Kribbeln in den Waden sobald man zur Ruhe kommt, sind nicht immer gleich stark ausgeprägt. Noch schwieriger ist es oft, die eigene Tagesmüdigkeit einzuschätzen, da sie häufig schleichend über einen längeren Zeitraum fast unbemerkt zunimmt. Man hat sich daran gewöhnt, dass man nicht mehr so viel Energie hat oder immer früher vor dem Fernseher einschläft.

Sie sollten sich schlafmedizinisch beraten bzw. untersuchen lassen, wenn Sie

  • unter längeranhaltenden Ein- oder Durchschlafstörungen leiden
  • unter starker Tagesmüdigkeit oder Einschlafattacken leiden
  • Ihr Lebenspartner längere nächtliche Atempausen bemerkt oder Sie sehr stark schnarchen
  • Sie nachts schlafwandeln, laut aufschreien, heftige Bewegungen durchführen oder häufiger aus dem Bett fallen
Vorbereitung auf die Nacht im Schlaflabor

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Wie kann Ihnen durch eine schlafmedizinische Fachuntersuchung geholfen werden?

Zunächst wird in einem ausführlichen Gespräch das persönliche  Beschwerdebild und die Gesamtsituation erfragt und bewertet. Zusätzlich kann durch Fragebögen, angeleitete Selbstbeobachtung und Führen eines Schlaftagebuches zusätzlich Information über Schlafgewohnheiten bzw. Schlafstörungen gewonnen werden. Danach kann eine Untersuchung des Nachtschlafs oder auch eine Messung der Tagesmüdigkeit durch Wachheitstests oder Tagschlafversuche im Labor sinnvoll sein. Auch eine Untersuchung der geistigen Leistungsfähigkeit kann eventuell Auskunft über Beeinträchtigungen der Tagesbefindlichkeit durch nächtliche Schlafstörungen geben. Durch Hinzuziehen zusätzlicher fachärztlicher Untersuchungen, z.B. durch einen Internisten oder einen HNO-Arzt, können weitere wichtige Informationen gewonnen werden.

Aus dem Gesamtergebnis aller Untersuchungen kann eine Diagnose gestellt werden und ein Behandlungsvorschlag, der dann z.B. mit dem Hausarzt weitergeführt wird, erstellt werden.

So vielfältig wie die Ursachen von Schlafstörungen sind auch die Therapieangebote. Manchen Patienten kann alleine mit einer Beratung geholfen werden, andere benötigen apparative Hilfsmittel, Medikamente oder eine psychotherapeutische Intervention. In jedem Fall ist wichtig, dass die Therapie  jedes Patienten auf ihn individuell zugeschnitten ist, gut mit ihm vorbesprochen wird und seine Lebenssituation sowie seine Wünsche berücksichtigt. Dazu kann es auch einmal nötig sein, verschiedene Therapien auszuprobieren.

Auswertung des Schlafprofiles

Wie sieht eine Untersuchung im Schlaflabor aus?

Um die Qualität und die Quantität des Schlafes darzustellen misst man normalerweise an zwei aufeinanderfolgenden Nächten (Eingewöhnungs- und Messnacht) die Hirnströme, die Augenbewegungen, den Muskeltonus im Gesicht, die Atmung und die Muskelaktivität der Beine. Dazu werden Elektroden auf die Haut geklebt, die über Kabel mit einer Verstärkerbox verbunden sind, die wiederum die Signale über Lichtleiter an einen Computer in einem benachbarten Raum weiterleitet. Trotz der vielen Elektroden und Kabel hat es sich gezeigt, dass nahezu alle Patienten insbesondere in der zweiten Nacht ähnlich schlafen wie zu Hause. Früher entsprach die erhobene Datenmenge ca. 1.000 Blatt Papier pro Nacht, heute passen die elektrischen Signale dank der Computertechnik auf eine CD. Die gemessenen Daten werden am nächsten Morgen ausgewertet, und das Schlafprofil erstellt.

 

 

Kontakt

Chefarzt

Dr. med. Dietrich Hasse

 

Anmeldung

Waltraud Vorwalder

Tel.: 0 89/17 97 - 33 20

Fax: 0 89/17 97 - 33 02

Wie kommen Sie zu uns?

 

Falls Sie meinen, dass für Sie eine schlafmedizinische Beratung notwendig sein kann, dann rufen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne und informieren Sie.