Die geschichtliche Entwicklung
![]() Blick auf das Krankenhaus mit Nymphenburger Schloss |
1916 gelang es den Barmherzigen Brüdern, die ehemalige Gaststätte „Zum Controlor“ am Südlichen Nymphenburger Schlossrondell zu kaufen und auf diese Weise nach über 100 Jahren nach München zurückzukehren. Bereits von 1750 bis 1803 hatten sie nämlich am Sendlinger Tor das bekannte Hospital St. Maximilian geführt sowie eine angeschlossene Ärzteschule, die aber beide der Säkularisation zum Opfer fielen.
Das Haus „Zum Controlor“ baute man um, Krankenzimmer und eine Kapelle sollten entstehen. Die Patienten in den ab 3. Oktober 1917 offiziell zur Verfügung stehenden 30 Betten am Schlossrondell waren ausschließlich Männer, die hauptsächlich urologische Betreuung fanden.
Aufgrund der ungünstigen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen konnte sich das Krankenhaus zunächst nur sehr langsam entwickeln. 1921 schloss man deshalb einen Belegungsvertrag mit der Bayerischen Landespolizei. 1931 konnte dann das benachbarte Gebäude gekauft und mit Hilfe eines Verbindungstraktes eine deutliche räumliche Erweiterung auf 180 Betten verwirklicht werden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Krankenhaus 1939 zum Reservelazarett erklärt, ehe es am 21. Dezember 1942 bei einem Luftangriff zum größten Teil in Schutt und Asche gelegt wurde. Unter beträchtlichen Mühen wurde der Betrieb notdürftig aufrechterhalten.
Nach dem Krieg wurden die Bombenschäden beseitigt. 1955 konnten größere Umbau- und Sanierungspläne realisiert werden. Es entstand der Bettentrakt an der Romanstraße. Ab 1956 verfügte das Haus bereits über 370 Betten. 1957 baute man die neue Krankenhauskirche. Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs und auch des raschen technischen Fortschritts wurde 1962 der Grundstein für ein weiteres Bettenhaus gelegt. Hinzu kamen mehrere Operationssäle, Funktionsräume und ein Personalwohnheim. 1966 wurden von den inzwischen 585 Betten 120 der Bundeswehr pachtweise überlassen, die sie 1985 wieder zurückgab. Man schaffte neue medizinische Großgeräte an, weitere Untersuchungs- und Behandlungsräume entstanden.
![]() Arzneimittellager |
1991 öffnete die Palliativstation, die im Zuge der laufenden Gesamtsanierung des Hauses seit 1993 in einem eigenen Gebäude untergebracht ist, ihre Pforten. Der neu errichtete Funktionstrakt ging 1998 in Betrieb. 1999 hat die Abteilung für geriatrische Rehabilitation ihre Arbeit aufgenommen. Auch die Innere Funktionsabteilung befindet sich heute, ausgestattet mit modernster Technik, in von Grund auf renovierten Räumen. Und schließlich steht an der Stelle des alten OP-Traktes seit 2003 ein Bettenneubau, der den Zimmerstandard für die Patienten weiter verbessert hat und das freigemeinnützige Krankenhaus mit seinen 372 Betten zu einem der schönsten der Stadt München macht.




